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--- Seelsorge im Internet zunehmend gefragt (http://www.secondforum.de/thread.php?threadid=6593)


Geschrieben von Aleco Collas am 10.10.2011 um 18:05:

  Seelsorge im Internet zunehmend gefragt

Auf das Seelsorge-Angebot der Kirchen greifen immer mehr Menschen zurück, berichtet "Deutschlandfunk". Der Radiosender sprach mit dem Gründer von "Kummernetz.de", Uwe Holschuh, und dem Seelsorger Norbert Kebekus vom Erzbistum Freiburg über Möglichkeiten und Grenzen der Internet-Seelsorge.
[stopper]
http://www.pro-medienmagazin.de/internet.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=4538



Geschrieben von Gwador Merlin am 14.10.2011 um 00:12:

 

*me hüstelt etwas*

Lassen wir mal meine Vorbehalte als Gay gegenüber Gottes Bodenpersonal beiseite....

Meine Empfindungen gegenüber solchen Angeboten sind sehr zwiespältig.

Einerseits ist es für manche Leute sicher einfacher, sich gefühlt *) anonym gegenüber einem Fremden zu öffnen. Dies mag ein Vorteil sein, solange es nicht um tiefer gehende Probleme geht.

Aber: Eine sichere Diagnose per Internet ist zumindest sehr sehr schwierig. An welchem Punkt kann so eine Seelsorge nicht mehr weiterhelfen, ab wann muss da wirklich fachlich kompetente Hilfe vor Ort in Anspruch genommen werden (Von Psychologe bis Schuldenberatung usw)? Kann das ein Fachman am "anderen Ende des Internet" wirklich sicher erkennen?

Ich habe gewisse Zweifel, dass das im Einzelfall nach hinten losgehen kann.

*) Ich schreibe da bewusst "Gefühlt anonym". Ganz so weit ist es mit der tatsächlichen Anonymität im Netz nicht mehr her.



Geschrieben von IchamnotaFreak am 07.11.2011 um 13:46:

  @Aleco Collas

Danke für die gute und hilfreiche Seite. Ich kenne sie auch. Gut wenn man jemanden hat dem man sich anvertrauen kann.



Geschrieben von Wolwaner Jervil am 07.11.2011 um 16:01:

 

Also wenn, dann würde ich auch lieber eine solche Seite in Anspruch nehmen, als meinem Pfarrer alles zu beichten.

Dennoch denke ich, dass im Ernstfall professionelle Hilfe nur von Person zu Person stattfinden kann - denn ich will auch optisch den Eindruck haben, dass sich mein Betreuer/Seelsorger um mich kümmert.

Was ich wirklich fürchte sind Hotlines wie sie oft in Berichten zu sehen sind: Die bügelnde 60-jährige verkauft sich als heiss stöhnende 25-jährige im Chat. Wenn so was analog als "Berater in psychologischen Notfällen" rauskommt, ist das bedrohlich.

Dennoch in Summe: Jede Hilfe ist im Notfall recht - und da sehe ich schon einiges an Chancen.


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